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  Zehlendorfer Eisenbahn- und Hafen-GmbH  

Wie man vielleicht schon weiß ist die AG Märkische Kleinbahn seit 1981 Mieterin und seit 1989 Mitbenutzerin mit eigener Betriebsführung auf dem Anschlussbahngelände der Zehlendorfer Eisenbahn und Hafen GmbH (ZEUHAG), nach einem ihrer Präsidenten (C.P.Goerz) auch 'Goerzbahn' genannt. Heute gehört die ZEUHAG zum DB-Konzern.
Die ZEUHAG wurde im Jahr 1904 gegründet und konnte im Laufe des Jahres 2004 auf ihr 100-jähriges Bestehen und im Jahr 2005 auf bereits hundert Jahre Eisenbahn-Betrieb zurückblicken. Aus Anlass des Jubiläums haben wir im Verlag Bernd Neddermeyer ein Buch herausgegeben. Sie können es direkt bei uns bestellen !

 

Damit Sie sich einen raschen Blick auf die sehr inter­es­sante Geschichte dieser kleinen aber feinen Privat­anschluss­bahn ver­schaf­fen können, haben wir hier einige Bilder aus der alten und neuen Zeit der ZEUHAG zusam­men­getra­gen.
Das reicht natürlich nur zum Appetit-Anregen... mehr davon kann man sich bei einem Besuch auf unserem Gelände ansehen, denn dort unterhalten wir eine Dauerausstellung zur Geschichte der ZEUHAG. Jeden Sonnabend von März bis November (ohne Gewähr) sind interessierte Besucher herzlich willkommen.

 

1937: Lok 2 (pr. T4) der ZEUHAG überquert den Weg­über­gang im Zuge der heu­tigen Goerzallee.
Das Gerippe, das man im Hintergrund erkennen kann, ist das Stahlträger- Skelett des damals noch im Bau befind­lichen Krei­sel­geräte­werks. Im Jahr 2009 wurde dieses Gebäde übrigens abgerissen.

Der Fotograf befand sich bei dieser Aufnahme etwa an dem Platz, wo heute die Kuppel­achse der 01 181 an der Ein­fahrt zum Lokschuppen steht; der Blick führt vom Lokschuppen weg nach Südost.

 

Vom Herbst 1919 an führte die ZEUHAG auch den eigenen Werks-Personen­verkehr für die Be­schäf­tig­ten der Indu­strie- Betriebe im Gebiet Schönow durch.
Die Geschwindigkeit der Züge erreichte bis zu 45 km/h.

Die beachtliche Länge der Züge von 8 bis 11 Wagen zeigt, dass dies durchaus wirt­schaftliche Bedeutung für die Bahn hatte.

 

Auch wenn die Züge am Nordbahnhof (welcher ein Stück südwestlich des S-Bf. Lichterfelde West lag) ihre Fahrgäste entließen, zeigte sich, dass die verkehrliche Bedeutung der Zehlendorfer Eisenbahn durchaus nicht zu unterschätzen war. Immerhin handelte es sich bei der Zeuhag 'nur' um eine An­schluss­bahn und nicht um eine Eisenbahn des öf­fent­lichen Verkehrs ! Erst nach 1945 wurde der Personen-Verkehr auf den Gleisen der ZEUHAG eingestellt. Heute gibt es nur noch Güterverkehr (und von Zeit zu Zeit natürlich auch mal Museumsbetrieb) auf der Goerzbahn.

 

Wichtigster Anschließer ist heute das unter "Visteon" firmierende Werk, das Kunst­stoff­teile für Ford-Auto­mobile fertigt. Diese Erzeug­nisse werden mit Ganz­zügen "just in time" direkt ans Mon­tageband in Köln trans­por­tiert.
Der erste dieser Züge (hier im Bild) rollte 1989 über die Gleise der Goerzbahn. Die Vmax beträgt heute nur noch 10 km/h...

 

Viele Jahre lang wurde der Verkehr auf der ZEUHAG ausschließlich von den DR-Lok der Baureihe V 6010 (später BR 106 / 346) bewältigt, heute gibt es nur noch die ferngesteuerten V 60 ex DB (363).
Auffallend sind die gelben Rundumleuchten auf dem Dach, die es nirgendwo sonst gibt.

 


Fotos: Archiv der Zehlendorfer Eisenbahn, Sammlung MKB


Das Unternehmen / Kontakt

Zehlendorfer Eisenbahn- und Hafen GmbH
10115 Berlin-Mitte, Caroline-Michaelis-Straße 5-11
Im Konzern DB Schenker Rail Deutschland AG

Geschäftsführer:
Gabriele Laurisch
Tel: 030/297-57500
Fax: 030/297-57599

 
Christian Welzel
Tel: 030/297-25656
Fax: 030/297-23185

Die Zehlendorfer Eisenbahn bei wikipedia